Taucher mit Exoskelet an der Peking University

Trends 2035: Brauchen wir beim Tauchen jetzt ein Exoskelett?

Ein Blick auf den neuesten Robo-Trend unter Wasser

Manchmal liest man ja Dinge im Internet, bei denen man sich fragt: „Cool – aber… wirklich?“
Genauso ging es uns, als wir bei heise.de auf diesen Bericht über ein brandneues Unterwasser-Exoskelett gestoßen sind. Ein Forschungsteam der Peking University hat ein System entwickelt, das uns Taucher quasi mit Power-Beinen 2.0 ausstattet. Weniger Muskelarbeit, weniger Luftverbrauch, längere Tauchgänge. Klingt nach einer Mischung aus Iron Man und SSI Open Water.

Aber lass uns das Ganze mal entspannt anschauen – so, wie man in Dahab auf dem Sitzkissen eines Strandcafés eine Shisha anschaut: mit einem „Mal sehen, wohin das führt“.

Comic-Motiv Taucher trifft Robo-Diver im Roten Meer. Tauchen mit Exoskelett

Wie funktioniert dieses Robo-Bein-Ding?

Kurz gesagt:
Man schnallt sich ein 9-kg-Paket auf den Rücken. Darin wohnen zwei Elektromotoren, die Zugseile steuern, die wiederum an Oberschenkel und Unterschenkel befestigt sind. Nein, das klingt nicht nach Tech-Diving. Das klingt nach Fitnessstudio. Aber unter Wasser.

Diese Motoren unterstützen dich nur in bestimmten Phasen des Flossenschlags. Runter? Boost! Rauf? Entspannt.
Und laut Studie hat das tatsächlich Wirkung:
22,7 % weniger Sauerstoffverbrauch.
Über 20 % weniger Aktivität in Quadrizeps und Waden.
Also quasi: „I dive, you work.“

Stellen wir uns das mal im Roten Meer vor

Praktische Anwendung in Dahab:

Du schwebst gemütlich über das Hausriff von Lagona Divers in Dahab, deine Buddygruppe hinter dir – und du fliegst ohne erkennbaren Kraftaufwand davon. Die anderen keuchen gegen die “Strömung” am Canyon Dahab, du aber gleitest wie eine ägyptische Meerjungfrau mit Rückenwind.
Oder in Hamata:
Während normale Taucher sich an den friedlich vorüberziehenden Dugong heranpirschen, zieht dich dein Exoskelett mit Warp-Geschwindigkeit Richtung Seegraswiese.

Man kann es sich vorstellen – aber will man das?

Der Praxistest: Flosse vs. Exoskelett

Die Studie fand in 2 m Wassertiefe im Pool statt. 100-Meter-Bahnen.
Wir reden hier nicht von Strömung, nicht von Tarierung, nicht von Buddychecks, nicht einmal von einem halb aufgeblasenen Rotem-Meer-Aliensichtungs-Boje.
Wir kennen das alle: Das Rote Meer macht Dinge mit uns, die kein Schwimmbecken je nachstellen kann.

Und ganz ehrlich:
Wir als Taucher… wir mögen es doch, dass Tauchen körperlich ist.
Dass man nach dem Tauchgang müde ist wie nach einem guten Tag draußen.
Dass man weiß: „Ich hab was getan.“

Tauchzeit verlängern – schön und gut…

Klar, längere Tauchzeiten sind verlockend.
Aber mal ehrlich, wenn du bei uns in Dahab oder Hamata ins Wasser gehst – ist wirklich „Ich muss UNBEDINGT 25 Minuten länger unten bleiben“ das Problem?

Eigentlich ist es eher:

„Wann trinken wir Tee zwischen den Tauchgängen?“
„Wo ist die Katze, die immer auf der Terrasse schläft?“
„Was essen wir heute Abend?“
„Und wo ist eigentlich meine zweite Flosse?“

Was heißt das für Lagona Divers?

Als Tauchbasis mit Fokus auf SSI Tauchkurse, gemütlichen Hausriff-Spaziergängen und entspannten Bootstagen in Südägypten müssen wir uns natürlich fragen:

Brauchen wir das in Dahab oder Hamata?
Oder ist es eines dieser Dinge wie beheizte Sandalen oder wasserdichte Selfie-Drohnen?

Mein Gefühl:
Cool zu wissen, dass es das gibt.
Spannend für Ingenieure.
Aber unter Wasser wollen wir doch das Gegenteil: Weniger Technik, mehr Ruhe. Weniger Robo-Power, mehr Rotes Meer. Weniger Iron Man, mehr Ich und mein Buddy.

Aber jetzt bist du dran:
Wollen wir wirklich ein Exoskelett für unsere Taucher? Brauchen wir das – oder wird das die nächste „Nett zu lesen, aber bitte nicht an mein Tarierjacket“-Erfindung?

Du willst auch lieber ohne Exoskelett entspannt im Roten Meer abtauchen?
Dann schau mal vorbei:

➡️ Tauchbuchung: www.Lagona-Divers.com/tauchen-buchen
➡️ Alle Blogartikel: www.Lagona-Divers.com/blog
➡️ Hier kannst Du die Studie lesen:
“An Underwater Exoskeleton for Scuba Diving: Reducing Air Consumption and Muscle Activation Through Knee Assistance”

Oder noch besser: Trag dich in unseren Newsletter ein und bleib immer up to date – ganz ohne Roboterbeine.

Newsletter Abo Deutsch
Share it now!