Bruder Ulrich will in Dahab Tauchen

Die Chroniken des Ritters zu Unheiligental: Wie der Orden ESMI widerwillig in Dahab abtauchte

Es begab sich zu einer Zeit, da ein kleiner, bemerkenswert standhafter, kleiner Kreis aus dem sagenumwobenen Unheiligental beschloss, eine Reise anzutreten. Nicht aus Abenteuerlust. Nicht aus Pflichtbewusstsein. Sondern aus einer Mischung aus „mal schauen“ und der Tatsache, dass niemand entschieden genug widersprach.

Der Orden ESMI – die höfliche Kurzform von „Einen Sch… muss ich“ – ist kein gewöhnlicher Orden. Er ist kein fester Kreis, sondern eher ein Gefühl, das viele kennen. Wer sich ihm zugehörig fühlt, kämpft nicht gegen Drachen, sondern gegen Überforderung. Er zieht nicht in Schlachten, sondern eher mal die Decke über den Kopf. Und genau dieser Orden machte sich auf den Weg nach Dahab.

Ich, Ritter zu Unheiligental – einem Ort von untadeligem Ruf, sofern man sämtliche Berichte, Vorfälle und offiziellen Verwarnungen großzügig ignoriert – wurde entsandt, diese Unternehmung zu begleiten.

Was ich erlebte, war… unerwartet.

Vom Ross in die fliegende Zumutung

Die Reise begann unerquicklich.

Man erklärte uns, dass wir unsere gewohnten Fortbewegungsmittel – also alles, was nicht fliegt – gegen eine „Flugmaschine“ eintauschen müssten. Ein metallener Drache ohne Seele, aber mit erstaunlich wenig Beinfreiheit.

„Einen Sch… muss ich fliegen“, murmelte Bruder Anselm, während er sich anschnallte.

Das Motto des Ordens erwies sich einmal mehr als flexibel.

Bruder Ulrich hingegen nahm die Sache ernster. Er bestand darauf, seinen imaginären Schild zwischen sich und das Fenster zu halten. „Falls etwas hereinkommt“, erklärte er. Niemand fragte, was genau.

Ich selbst blieb ruhig. In Unheiligental nennt man das „kontrollierte Panikverdrängung“.

Ankunft zwischen Wüste und Möglichkeit

Nach der Landung – die erstaunlicherweise ohne göttliches Eingreifen stattfand – erreichten wir Dahab. Ein Ort, der nicht laut ist, nicht fordert und nicht bewertet.

Für den Orden ESMI zunächst verdächtig.

Und dann standen wir vor Lagona Divers.

Kein großes Spektakel. Kein Druck. Kein „Jetzt müsst ihr aber“.

Nur ein Ort, der sagte: „Wenn du willst, dann probier’s.“

Eine ungewohnte Einladung.

„Einen Sch… muss ich“ – die erste Tauchbesprechung

Die Einführung verlief erwartungsgemäß.

„Maske aufsetzen?“ – Einen Sch… muss ich.
„Ruhig atmen?“ – Einen Sch… muss ich.
„Vertrau dem Atemregler?“ – Einen Sch… muss ich.

Und doch geschah etwas Merkwürdiges.

Niemand wurde gezwungen.

Und genau deshalb machten am Ende alle mit. Nicht gleichzeitig. Nicht sofort. Aber Schritt für Schritt.

Selbst für jemanden aus Unheiligental – wo Zustimmung oft aussieht wie passiver Widerstand – war das bemerkenswert.

Die Sache mit der Ausrüstung (und Bruder Ulrich)

Ein besonders denkwürdiger Moment war der Versuch, mit „angepasster“ Ritterausrüstung zu tauchen.

Bruder Ulrich war der festen Überzeugung, dass ein Kettenhemd „zusätzliche Sicherheit“ biete. Er betrat das Wasser mit der Würde eines Mannes, der gleich Geschichte schreiben würde.

Sieben Sekunden später war er verschwunden.

Nicht dramatisch. Eher… konsequent.

Als er wieder auftauchte, sagte er nur: „Vielleicht doch ohne.“

Ein historischer Moment.

Also tauschten wir Stahl gegen Neopren, Helme gegen Masken und Stolz gegen vorsichtige Einsicht.

Der erste Abstieg: Wenn Widerstand leise wird

Der erste echte Tauchgang war… still.

Kein Widerspruch. Kein „Einen Sch… muss ich“.

Nur Atmen.

Blasen.

Wasser.

Das Rote Meer zeigte sich unbeeindruckt von inneren Konflikten. Fische zogen vorbei, als hätten sie schon ganz andere Dinge gesehen. Korallen standen da wie Bauwerke aus einer Welt, die keinen Lärm braucht.

Und mittendrin: der Orden ESMI.

Still.

Für einen kurzen Moment vollständig im Hier und Jetzt.

In Unheiligental würde man sagen: „Ungewohnter Zustand, aber nicht unangenehm.“

Tarierung für Fortgeschrittene (und ESMI)

Die Kunst der Tarierung – also nicht wie ein Stein zu sinken oder wie ein Korken aufzusteigen – stellte sich als besondere Herausforderung heraus.

Bruder Konrad entwickelte die Technik des „plötzlichen Aufstiegs aus innerer Überzeugung“, während Bruder Ulrich eher dem Konzept „Ich bleib jetzt einfach hier unten“ folgte.

Das Ergebnis war eine Art dreidimensionales Durcheinander.

Die Tauchguides von Lagona Divers reagierten mit einer Ruhe, die fast schon verdächtig war. Kein Druck. Kein genervtes Seufzen. Nur ein ruhiges: „Nochmal.“

Und irgendwann… funktionierte es.

Nicht perfekt.

Aber ausreichend.

Und das reicht oft.

Der Schrecken der Tiefe (laut Bruder Ulrich)

Am dritten Tag kam es zur Begegnung.

Ein großer Schatten. Ruhig. Würdevoll.

Ein Zackenbarsch.

Für Bruder Ulrich: eindeutig ein Meeresungeheuer.

Er erstarrte. Seine Haltung sagte: „Das ist es. Hier endet meine Geschichte.“

Der Tauchguide hingegen zeigte ein entspanntes Handzeichen: alles gut.

Das Tier zog weiter.

Ohne Kampf. Ohne Drama.

Bruder Ulrich wirkte… leicht enttäuscht.

Ich war bereit“, sagte er später.

Wir glauben ihm bis heute nicht.

Wenn selbst ESMI innehält

Nach den Tauchgängen saßen wir oft zusammen. Am Wasser. Ohne Plan. Ohne Ziel.

Und etwas veränderte sich.

Nicht laut. Nicht plötzlich.

Aber spürbar.

Dieses ständige „Ich muss nicht“ bekam Gesellschaft von einem leisen „Ich könnte“.

Unter Wasser hatte niemand etwas verlangt. Niemand bewertet. Niemand gedrängt.

Und genau das hatte Raum geschaffen.

Raum für kleine Schritte.

Für vorsichtige Erfahrungen.

Für Momente, die einfach gut waren, ohne dass man sie erklären musste.

Die Erkenntnis eines Ritters aus Unheiligental

Ich hätte es nicht erwartet.

Wirklich nicht.

Aber diese Reise war mehr als ein Ausflug. Sie war ein Perspektivwechsel.

Nicht alles muss ein großer Schritt sein.
Nicht alles muss sofort funktionieren.
Und vor allem: Man muss nicht alles müssen.

Aber man darf.

Ich, Ritter zu Unheiligental – wo man Begeisterung traditionell mit Skepsis begegnet – sage das nicht leichtfertig:

Es lohnt sich, manchmal doch ins Wasser zu gehen.

Auch wenn der erste Gedanke sagt: „Einen Sch… muss ich.“

Vielleicht ist genau das der Anfang.

Wenn du dich in dieser Geschichte ein Stück wiedererkennst, dann stöbere gern ein wenig weiter durch die Erlebnisse aus Dahab auf https://www.Lagona-Divers.com/blog.

Und wenn aus deinem „Vielleicht“ irgendwann ein „Ich probier’s“ wird oder Du jetzt schon auf der Suche nach Tauchen ohne Druck bist, findest du hier einen entspannten Weg ins Wasser: https://www.Lagona-Divers.com/tauchen-buchen.

Ganz ohne Druck.

Ganz ohne Müssen.

Aber vielleicht mit genau dem richtigen Moment.

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